Kostenlos Bildschirm aufnehmen – online und immer als MP4

Nimm deinen ganzen Bildschirm, ein einzelnes Fenster oder einen Browser-Tab auf – auf Wunsch mit Webcam und Mikrofon dazu. Aufnahme und Kodierung laufen komplett auf deinem Gerät, und die Datei landet als MP4 in deinen Downloads.

  • Kein Download
  • Keine Anmeldung
  • Kein Wasserzeichen
  • Kein Zeitlimit

Funktioniert in Chrome, Edge, Firefox, Safari und Opera unter Windows, macOS, Linux und ChromeOS.

01 So funktioniert's

Bildschirm aufnehmen in vier Schritten

Es gibt nichts zu installieren und nichts einzurichten. Der komplette Rekorder ist eine Webseite – und das Auswahlfenster, das beim Start erscheint, kommt von deinem Browser, nicht von uns.

  1. Quelle wählen

    Entscheide, ob du den ganzen Bildschirm, ein einzelnes App-Fenster oder nur einen Browser-Tab aufnehmen willst. Für alles, was im Web läuft, liefert die Tab-Aufnahme das schärfste Bild.

  2. Ton und Kamera einschalten

    Schalte das Mikrofon ein, um etwas dazu zu sagen, Systemaudio, um mitzuschneiden, was der Computer abspielt, und die Webcam, wenn du als kleines Kamerabild in der Ecke zu sehen sein willst.

  3. Aufnahme starten

    Ein Countdown von drei Sekunden gibt dir Zeit, zum richtigen Fenster zu wechseln. Pausiere, wann immer du willst, und mach dann weiter – in der fertigen Datei ist von der Pause nichts zu sehen.

  4. MP4 herunterladen

    Drück auf Stopp, und die Datei wird sofort geschrieben. Speichere sie, zieh sie in einen Videoeditor oder schick sie, wohin sie muss. Hochgeladen wurde zu keinem Zeitpunkt etwas.

Die Freigabeleiste deines Browsers bleibt sichtbar, solange die Aufnahme läuft. Beendest du die Freigabe dort, endet auch die Aufnahme – und alles bis dahin Aufgenommene wird gespeichert.

02 Was aufgenommen wird

Bildschirm, Webcam und Stimme in einem Durchgang

Die meisten kostenlosen Bildschirmrekorder liefern dir ein stummes Video vom Bildschirm. Dieser hier nimmt die drei Dinge auf, die ein brauchbarer Clip wirklich braucht – gleichzeitig und in einer einzigen Datei.

Ganzer Bildschirm, Fenster oder Tab

Nimm einen ganzen Monitor, eine einzelne App oder einen Browser-Tab auf. Bei mehreren Monitoren wählst du aus, welcher Bildschirm in die Aufnahme kommt.

Sprachkommentar per Mikrofon

Deine Stimme wird parallel zum Bild aufgenommen, mit aktiver Echo- und Rauschunterdrückung – so klingt auch ein Laptop-Mikrofon ohne Headset ordentlich.

Systemaudio

Nimm auf, was der Computer abspielt – ein Video, einen Anruf, ein Spiel. Der Ton wird mit deinem Kommentar zu einer einzigen Audiospur gemischt.

Webcam-Einblendung

Dein Kamerabild wird als runde Einblendung in die untere Ecke gesetzt – fest ins Video eingerechnet, sodass es in jedem Editor erhalten bleibt, in dem du die Datei öffnest.

Bis zu 1440p mit 60 fps

Nimm 720p für Videos, die du per E-Mail verschickst, 1080p für fast alles andere und 1440p mit 60 fps, wenn du Gameplay oder schnelle Bewegungen aufnimmst.

Pausieren und fortsetzen

Unterbrich mitten im Satz, sortiere deine Gedanken und mach weiter. Die Pause wird aus der Zeitleiste entfernt, statt als Leerlauf im Video zu landen.

03 Das Formatproblem

Immer MP4 – in jedem Browser

Genau hier patzen fast alle browserbasierten Rekorder – und deshalb haben so viele am Ende eine Datei, die sich mit nichts öffnen lässt.

Browser sind sich bei Videoformaten nicht einig. Sich selbst überlassen, liefert Chrome eine WebM-Datei, Firefox eine andere WebM-Datei, und nur Safari erzeugt eine MP4. WebM ist ein völlig ordentliches Format, aber eben nicht das, was man unerwartet bekommen möchte: Die Windows-Fotos-App verweigert es unter Umständen, iMovie und ältere Premiere-Versionen importieren es nicht, und wer es aufs Smartphone überträgt oder einem Kunden schickt, handelt sich garantiert Diskussionen ein.

Die übliche Lösung: die Datei hinterher mit ffmpeg.wasm umwandeln. Dafür müssen erst rund dreißig Megabyte WebAssembly geladen werden, bevor überhaupt etwas konvertiert werden kann – und dann wartest du, während dein Laptop die komplette Aufnahme ein zweites Mal transkodiert.

Wir machen das anders. Wo der Browser selbst MP4 schreiben kann, lassen wir ihn – nichts wird neu kodiert, und die Datei ist fertig, sobald du auf Stopp drückst. Überall sonst kodieren wir mit WebCodecs, und zwar mit demselben Hardware-Encoder für H.264, den dein Rechner ohnehin für Videocalls nutzt, und verpacken das Ergebnis direkt auf der Seite in einen MP4-Container. Kein Download von dreißig Megabyte, kein zweites Transkodieren, kein Server.

Heraus kommt eine ganz normale H.264-MP4 mit AAC-Ton: das Format, das auf einem fünfzehn Jahre alten Fernseher läuft, sich in jeden jemals geschriebenen Editor importieren lässt und ohne Umwandlung zu YouTube, Slack, WhatsApp und Google Drive hochgeladen werden kann.

Was du tatsächlich bekommst

Typischer Browser-Rekorderscreen-record.app
Datei, die du bekommst WebM in Chrome und Firefox MP4, wo immer es möglich ist
Video-Codec VP8 oder VP9 H.264 (AVC)
Audio-Codec Opus AAC-LC
Zusatz-Download zum Konvertieren ~30 MB ffmpeg.wasm Keiner
Zweites Transkodieren nach der Aufnahme Ja, in voller Länge Nein
Lässt sich in iMovie, Premiere, Fotos öffnen Oft nicht Ja

Firefox bietet Webseiten bisher weder MP4-Aufnahme noch einen H.264-Encoder an. Dort bekommst du eine WebM-Datei – und der Rekorder sagt dir das vor dem Download, nicht erst danach.

04 Wo deine Aufnahme landet

Nirgendwo. Es gibt keinen Server.

Hier lohnt es sich, genau zu sein, denn „privat“ ist ein Wort, mit dem jedes Aufnahme-Tool wirbt – und das fast keines wörtlich meint.

Bildschirm, Mikrofon und Kamera werden über Browser-Schnittstellen erfasst, die die Daten an die Seite übergeben, auf der du gerade bist. Von dort gehen sie in einen Encoder, der ebenfalls in der Seite läuft, und kommen als Datei im Arbeitsspeicher deines Browsers wieder heraus. Der Download-Button verweist genau auf diese Datei im Speicher. Zu keinem Zeitpunkt gibt es eine Netzwerkanfrage mit Videodaten, denn die Website besteht nur aus statischen Dateien und hat kein Backend, das ein Video überhaupt empfangen könnte.

Praktisch heißt das: Eine Aufnahme deines Online-Bankings, eines internen Tools, einer Patientenakte oder eines unveröffentlichten Builds wird nie zum Problem von jemand anderem. Du kannst sogar die Netzwerkverbindung trennen, bevor du auf Aufnahme drückst – der Rekorder funktioniert weiter, weil er nach dem Laden der Seite kein Internet mehr braucht.

Kein Konto

Es gibt nichts, wofür du dich registrieren müsstest – also auch kein Profil, dem eine Aufnahme zugeordnet werden könnte.

Kein Upload

Die Datei entsteht in deinem Browser und bleibt dort, bis du sie speicherst.

Kein Wasserzeichen

Nichts wird in dein Video gestempelt – egal bei welcher Auflösung oder Länge.

Kein Zeitlimit

Wie lang eine Aufnahme sein kann, bestimmen dein Speicherplatz und dein Arbeitsspeicher – nicht irgendein Tarif.

05 Einsatzbereiche

Wofür der Rekorder tatsächlich genutzt wird

Eine Bildschirmaufnahme ist meist schneller gemacht als die Nachricht, die du gerade tippen wolltest. Das hier sind die häufigsten Fälle.

Fehlerberichte

Zeig die Schritte, an denen etwas kaputtgeht. Dreißig Sekunden Video beenden einen Thread, den E-Mails über zwei Tage gezogen hätten.

Tutorials und Anleitungen

Geh einen Arbeitsablauf durch und erkläre ihn dabei. Schalte die Webcam-Einblendung dazu, wenn die Erklärung nach einem Menschen klingen soll statt nach einem Handbuch.

Produktdemos

Nimm den Ablauf einmal in 1080p auf und schick allen dieselbe saubere Aufnahme, statt dieselbe Live-Demo elfmal vorzuführen.

Feedback zu Designs

Sprich ein Mockup durch und zeig dabei auf die Stellen, um die es geht. Der Tonfall transportiert Nuancen, die in schriftlichen Kommentaren verloren gehen.

Vorlesungen und Lernmaterial

Nimm Folien mitsamt dem Ton der Lehrkraft auf und heb sie zum Lernen auf – sofern deine Bildungseinrichtung das erlaubt.

Gameplay im Browser

1440p mit 60 fps, Systemaudio und Kommentar übers Mikrofon – genug für Clips und Highlight-Videos.

Onboarding und Übergaben

Nimm einen internen Prozess einmal auf. Die Aufnahme bleibt nützlich, lange nachdem die Person, die sie gemacht hat, weitergezogen ist.

Support-Antworten

Beantworte dieselbe Kundenfrage mit einem Link zu einem Video statt mit neun nummerierten Schritten, die ohnehin niemand befolgt.

06 Kompatibilität

In welchen Browsern und auf welchen Computern es funktioniert

Bildschirmaufnahme ist eine Funktion des Browsers, nicht des Betriebssystems. Entscheidend ist, in welchem Browser du diese Seite öffnest – und ob du überhaupt an einem Computer sitzt.

Jeder Desktop-Browser der letzten Jahre unterstützt Bildschirmaufnahmen, deshalb läuft der Rekorder unter Windows, macOS, Linux und ChromeOS ohne Installation. Unterschiede gibt es nur beim Videoformat, das der jeweilige Browser schreiben kann – und genau diese Lücke schließt der Encoder.

Bei Smartphones und Tablets sieht es anders aus. Weder iOS noch Android erlauben einer Webseite, den Bildschirm des Geräts aufzunehmen, und kein Browser kann das umgehen – das ist eine Entscheidung der Plattform, keine Schwäche des Browsers. Stattdessen bringen beide Betriebssysteme eine eigene Bildschirmaufnahme mit; wie du sie einschaltest, zeigen die Anleitungen weiter unten.

BrowserBildschirmaufnahmeSystemaudioDatei
Chrome (Desktop) Ja Bildschirm, Fenster und Tab MP4
Edge (Desktop) Ja Bildschirm, Fenster und Tab MP4
Opera (Desktop) Ja Bildschirm, Fenster und Tab MP4
Safari (macOS) Ja Nur Mikrofon MP4
Firefox (Desktop) Ja Nur Mikrofon WebM
Jeder Browser unter iOS Nein — Integrierte Bildschirmaufnahme von iOS nutzen
Jeder Browser unter Android Nein — Integrierte Bildschirmaufnahme von Android nutzen

Systemaudio aufzunehmen ist eine Chromium-Funktion. In Safari und Firefox kannst du weiterhin dein Mikrofon aufnehmen, der Ton, den der Computer abspielt, ist dann aber nicht mit drin.

07 Auf dem Smartphone

iPhone- oder Android-Bildschirm aufnehmen

Falls du gerade am Smartphone bist: Der Rekorder oben hilft dir hier nicht – und wir sagen dir lieber, warum, statt dich auf Buttons drücken zu lassen, die nichts tun.

Apple hat Safari nie Zugriff auf die Bildschirmaufnahme gegeben, und weil jeder Browser unter iOS intern Apples Engine verwenden muss, können es auch Chrome und Firefox auf dem iPhone nicht. Android handhabt es aus demselben Sicherheitsgrund genauso: Eine Webseite, die unbemerkt den ganzen Bildschirm mitlesen könnte, wäre ein Phishing-Werkzeug.

Beide Plattformen haben das Problem stattdessen im Betriebssystem gelöst. iOS hat seit iOS 11 eine Bildschirmaufnahme im Kontrollzentrum eingebaut – sie ist standardmäßig nicht aktiviert, weshalb so viele überzeugt sind, ihr iPhone habe keine. Android bietet ab Android 11 dasselbe in den Schnelleinstellungen. Beides kostet nichts, hinterlässt kein Wasserzeichen und braucht keine App.

Begleit-App · iOS

Du nimmst Gameplay auf? Bring dein Gesicht ins Bild.

iOS nimmt deinen Bildschirm bereits auf. Was es nicht kann: dich gleichzeitig filmen – und eine Reaktion, ein Kommentar oder ein Tutorial ohne Gesicht in der Ecke ist eben nur Videomaterial. Reaction Cam ist eine kleine iPhone-App, die genau diese eine Aufgabe übernimmt: Du wählst ein Video, das du schon hast, die App filmt dich, während du darauf reagierst, und am Ende bekommst du einen einzigen Clip.

  • Nimm dein Gesicht und deine Stimme zu jedem Video aus deiner Kamerarolle auf
  • Gemacht für Reaktionen, Gameplay-Kommentare, Unboxings und Tutorials
  • Direkt zu TikTok, YouTube Shorts und Instagram exportieren
  • Kostenlos zum Download – ein Facecam-Rekorder, kein Bildschirmrekorder
Reaction Cam laden Kostenlos · ab iOS 16.6

09 Ehrlicher Vergleich

Browser-Rekorder, Desktop-App oder das Tool, das dein Rechner schon mitbringt

Ein Web-Rekorder ist nicht für jede Aufnahme die richtige Antwort. Hier siehst du, wo jede Option wirklich vorne liegt.

Dieser RekorderDesktop-Apps (OBS, Camtasia)Integriert (Game Bar, macOS ⇧⌘5)
Installation nötig Keine Ja Keine
Kosten Kostenlos Kostenlos bis 300 $ Kostenlos
Wasserzeichen Nie Je nach Tool Nie
Webcam-Einblendung Ja, integriert Ja, frei konfigurierbar Nein
Systemaudio Chromium-Browser Ja Windows ja, macOS braucht eine Erweiterung
Läuft auf einem abgeriegelten Firmenlaptop Ja Meist blockiert Ja
Szenen mit mehreren Quellen und Livestreaming Nein Ja Nein
Eingebaute Bearbeitung und Untertitel Nein Ja Nein

Wenn du Szenenwechsel, Livestreaming oder eine vollwertige Schnitt-Zeitleiste brauchst, installier OBS – das ist kostenlos und kann das besser. Wenn du in den nächsten zwei Minuten einen Clip brauchst, auf einem Rechner, auf dem du keine Software installieren darfst, bist du hier schneller.

10 Fragen

Bildschirm aufnehmen: die wichtigsten Antworten

Alles, was vor und nach der ersten Aufnahme gefragt wird.

Ist dieser Bildschirmrekorder wirklich kostenlos?

Ja, und zwar im ganz wörtlichen Sinn. Es gibt kein Konto, keine ablaufende Testphase, kein Exportlimit und keine Bezahlstufe, die erst die Auflösung freischaltet, die du eigentlich wolltest. Die Website besteht aus statischen Dateien, und die Aufnahme passiert auf deinem Computer – es entstehen also keine Kosten pro Minute, die irgendjemand an dich weitergeben müsste.

Muss ich etwas herunterladen oder installieren?

Nein. Bildschirmaufnahme, Kamerazugriff und Videokodierung sind in moderne Browser bereits eingebaut. Diese Seite zu öffnen ist die ganze Installation. Deshalb funktioniert es auch auf verwalteten Firmenlaptops, auf denen du keine Software installieren darfst.

Hat die Aufnahme ein Wasserzeichen?

Nein. In dein Video wird nichts hineingezeichnet, egal bei welcher Auflösung oder Länge. Das Einzige, was ins Bild eingerechnet wird, ist deine eigene Webcam-Einblendung – und auch nur, wenn du sie einschaltest.

Gibt es ein Zeitlimit für Aufnahmen?

Von uns nicht. Die praktische Grenze ist deine eigene Hardware: Die Datei liegt während der Aufnahme im Arbeitsspeicher, deshalb kann bei einer sehr langen Aufnahme auf einem Rechner mit wenig freiem RAM irgendwann der Platz ausgehen. Aufnahmen, die in 1080p länger als etwa eine Stunde dauern, teilst du besser in mehrere Teile auf.

Wird meine Aufnahme irgendwo hochgeladen?

Nein. Das ist keine Frage von Richtlinien, sondern der Architektur. Die Website hat kein Backend. Das Video verlässt nie die Seite, auf der es entstanden ist. Das kannst du selbst prüfen: Öffne während der Aufnahme den Netzwerk-Tab deines Browsers oder trenn die Internetverbindung, bevor du auf Start drückst. Der Rekorder funktioniert auch offline weiter.

Welches Format bekomme ich – und warum ist das wichtig?

MP4 mit H.264-Video und AAC-Ton, in jedem Browser, der das zulässt. Wichtig ist das, weil die Alternative WebM heißt – und das öffnen die Windows-Fotos-App, iMovie und ältere Premiere-Versionen nicht, und viele Upload-Formulare lehnen es ab. MP4 ist das Format, das einfach überall funktioniert.

Wie bekommt ihr MP4 ohne ffmpeg hin?

Auf zwei Wegen, je nach Browser. Safari sowie aktuelle Versionen von Chrome und Edge können MP4 direkt schreiben, also lassen wir sie – nichts wird neu kodiert. Ältere Chromium-Versionen können das nicht; dort kodieren wir mit WebCodecs über den Hardware-Encoder für H.264 in deinem Rechner und setzen den MP4-Container in JavaScript zusammen. Beide Wege ersparen dir den dreißig Megabyte großen Download von ffmpeg.wasm und das zweite vollständige Transkodieren, das er nach sich zieht.

Kann ich den Ton aufnehmen, den der Computer abspielt?

In Chrome, Edge und Opera ja – schalte Systemaudio ein und wähle deinen Bildschirm oder einen Tab. Safari und Firefox geben Webseiten keinen Zugriff auf Systemaudio; dort kannst du dein Mikrofon aufnehmen, aber nicht die Tonausgabe des Computers. Unter Windows lässt sich der Ton eines einzelnen Fensters weniger zuverlässig aufnehmen als der eines ganzen Bildschirms oder Browser-Tabs.

Kann ich Bildschirm und Stimme gleichzeitig aufnehmen?

Ja. Schalte vor dem Start das Mikrofon ein. Ist zusätzlich Systemaudio aktiv, werden beide zu einer Audiospur gemischt – du bekommst also keine Datei, in der dein Kommentar auf dem einen Kanal liegt und der Videoton auf dem anderen.

Kann ich Bildschirm und Webcam gleichzeitig aufnehmen?

Ja. Aktiviere den Webcam-Schalter, und dein Kamerabild erscheint als runde Einblendung in der unteren Ecke. Es wird direkt ins Video eingerechnet statt als eigene Ebene gespeichert. Dadurch bleibt es in jedem Editor erhalten, lässt sich aber nachträglich auch nicht mehr verschieben.

In welchen Browsern funktioniert es?

In Chrome, Edge, Opera, Safari und Firefox auf dem Desktop – unter Windows, macOS, Linux und ChromeOS. Chrome, Edge und Opera bieten den vollen Funktionsumfang inklusive Systemaudio. Safari nimmt ohne Systemaudio auf. Firefox nimmt ohne Systemaudio auf und erzeugt WebM statt MP4 – darauf weist dich der Rekorder vor dem Download hin.

Warum kann ich auf meinem iPhone oder iPad den Bildschirm nicht aufnehmen?

Weil Apple Webseiten keinen Zugriff auf die Bildschirmaufnahme gibt – weder in Safari noch in einem anderen iOS-Browser, denn alle müssen intern Apples Engine verwenden. Das ist eine Beschränkung der Plattform, keine fehlende Funktion, und keine Website kann sie umgehen. iOS hat eine eigene Bildschirmaufnahme im Kontrollzentrum; wie du sie einschaltest, erklärt unsere iPhone-Anleitung.

Funktioniert es auch auf Android?

Android hat dieselbe Einschränkung: Eine Webseite kann den Bildschirm des Geräts nicht aufnehmen. Ab Android 11 gibt es eine Bildschirmaufnahme in den Schnelleinstellungen – zweimal von oben nach unten wischen, auf „Bildschirmaufzeichnung“ tippen und auswählen, ob Ton mit aufgenommen werden soll. Selbst Chrome auf einem Android-Tablet im Desktop-Modus kann es nicht.

Kann ich Videocalls in Zoom, Teams oder Google Meet aufnehmen?

Technisch ja – nimm den Bildschirm oder den Tab auf, in dem der Call läuft, und schalte Systemaudio ein, damit auch die anderen im Call zu hören sind. Rechtlich und ethisch gilt: Sag vorher allen Bescheid. In vielen Ländern müssen alle Beteiligten einer Aufzeichnung zustimmen, und die meisten Arbeitgeber haben Regeln, die strenger sind als das Gesetz.

Warum ist meine Aufnahme schwarz, wenn ich Netflix oder Disney+ aufnehmen will?

Streamingdienste setzen DRM ein, das den Grafik-Stack anweist, geschützte Videos von jeder Aufnahme auszunehmen. Die Aufnahme selbst klappt, aber dieser Bereich bleibt schwarz. Das betrifft jeden Bildschirmrekorder, auch Desktop-Programme, und ist genau so gewollt. Gestreamte Filme aufzunehmen ist außerdem in den meisten Ländern eine Urheberrechtsverletzung – an dieser Einschränkung rüttelt man also besser nicht.

Wo wird die Datei gespeichert, wenn ich auf Stopp drücke?

Dort, wo dein Browser Downloads speichert – meist im Ordner „Downloads“. Der Dateiname enthält Datum und Uhrzeit der Aufnahme, sodass sich ein Ordner voller Aufnahmen sauber sortieren lässt.

Wie groß wird die Datei?

Etwa 30 bis 60 MB pro Minute bei 1080p30, je nachdem, wie viel Bewegung auf dem Bildschirm ist. Bildschirminhalte lassen sich gut komprimieren, weil sich der größte Teil des Bildes nicht verändert – ein Folien-Tutorial wird also viel kleiner als Gameplay. Mit 720p halbiert sich die Größe ungefähr.

Welche Auflösung und Bildrate sollte ich wählen?

720p mit 30 fps für alles, was du per E-Mail verschickst oder in ein Ticket einfügst. 1080p mit 30 fps für Tutorials und Demos – das ist meistens die richtige Wahl. 1440p mit 60 fps nur für Gameplay oder schnelle Bewegungen: Die Dateien werden deutlich größer, und dein Prozessor hat viel mehr zu tun.

Kann ich eine Aufnahme pausieren und dann weitermachen?

Ja. Pausiere, erledige, was nötig ist, und setz die Aufnahme dann fort. Die pausierte Zeit wird aus der Zeitleiste entfernt – im fertigen Video gibt es also keinen Leerlauf und keinen sichtbaren Sprung im Timecode.

Kann ich die Aufnahme hier bearbeiten?

Nein – und das ist Absicht. Dieses Tool macht genau eine Sache. Die MP4-Datei lässt sich in jedem Editor öffnen, also schneide sie einfach in dem Programm, das du ohnehin nutzt – CapCut, iMovie, Clipchamp, DaVinci Resolve oder Premiere.

Meine Aufnahme hat keinen Ton. Was ist schiefgelaufen?

Meist eine von drei Ursachen. Der Mikrofon-Schalter war aus, als du auf Aufnahme gedrückt hast – und sobald eine Aufnahme läuft, lassen sich die Optionen nicht mehr ändern. Oder du nutzt Safari oder Firefox, die Webseiten kein Systemaudio bereitstellen. Oder du hast in Chrome ein Fenster statt eines Bildschirms oder Tabs gewählt – bei der Fensteraufnahme wird der Ton unter Windows nicht zuverlässig mit übertragen. Die Lösung: den ganzen Bildschirm oder einen einzelnen Tab aufnehmen.

Kann ich nur einen einzelnen Browser-Tab aufnehmen?

Ja, und für alles im Web ist das die beste Option. Die Tab-Aufnahme folgt dem Tab statt einem Bildschirmausschnitt, deshalb tauchen Benachrichtigungen, andere Fenster und dein Desktop-Hintergrund nie auf. Außerdem liefert sie den saubersten Ton, weil gezielt nur der Ton dieses Tabs aufgenommen wird.

Funktioniert es offline?

Ja, sobald die Seite geladen ist. Während der Aufnahme muss keine Anfrage ans Netz gehen, deshalb läuft der Rekorder auch ohne Netzwerkverbindung weiter. Das ist zugleich der einfachste Weg, dich selbst davon zu überzeugen, dass nichts hochgeladen wird.

Ist es sicher, vertrauliche oder interne Inhalte aufzunehmen?

Die Aufnahme selbst verlässt nie deinen Rechner, das Tool schafft also kein zusätzliches Risiko. Bleibt die Datei, die du gerade erstellt hast: Sie liegt wie jedes andere Video in deinem Downloads-Ordner, also geh so sorgfältig mit ihr um, wie es ihr Inhalt verlangt. Und denk daran: Alles, was auf dem Bildschirm zu sehen war – Benachrichtigungen, Tabs, Lesezeichen –, ist jetzt Teil der Aufnahme.

Was passiert, wenn ich im Browser auf „Freigabe beenden“ klicke?

Die Aufnahme endet und wird gespeichert – genau so, als hättest du hier auf Stopp gedrückt. Was du bis dahin aufgenommen hast, geht nicht verloren.

Kann ich einen zweiten Monitor aufnehmen?

Ja. Wähle „Bildschirm“, dann listet die Auswahl deines Browsers alle angeschlossenen Bildschirme auf. Wähle den gewünschten aus. Jede Aufnahme erfasst genau einen Bildschirm; willst du Inhalte von zwei Monitoren gleichzeitig abdecken, wähl stattdessen das Fenster oder den Tab, den du wirklich brauchst.

Warum fragt der Rekorder getrennt nach Kamera- und Mikrofonzugriff?

Weil das getrennte Entscheidungen sind und der Browser sie auch so behandelt. Die Bildschirmfreigabe erteilst du für jede Aufnahme einzeln über die Auswahl; Kamera und Mikrofon werden pro Website freigegeben. Lehnst du eins davon ab, fällt nur diese Quelle weg – die Aufnahme läuft trotzdem ohne sie.

Ist eine Bildschirmaufnahme legal?

Den eigenen Bildschirm aufzunehmen ist grundsätzlich in Ordnung. Problematisch werden kann, was darauf zu sehen ist: Stimmen oder Videos anderer ohne deren Einwilligung aufnehmen, urheberrechtlich geschützte Filme oder kostenpflichtige Kurse mitschneiden oder Unternehmensdaten exportieren. Das Tool kann nichts davon beurteilen – die Verantwortung dafür liegt bei dir.